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MAKROFOTOGRAFIE - NAHFOTOGRAFIE Die kleinen Dinge im Detail In der Welt der Nahfotografie und Makrofotografie werden winzige Insekten, Pflanzen und andere Objekte, welche für das menschliche Auge verborgen bleiben, durch eine vergrößerte Abbildung in Details offenbart. Gute Nahfotos und Makrofotos verlangen oftmals viel Zeit und Geduld. Makrobilder richtig in Schärfe gesetzt machen Lust auf mehr.
Umgangssprachlich ist für Nahfotografie, Nahaufnahme, Makrofotografie und Makroaufnahme die gleiche Art Fotografie gemeint. In der DIN 19040 (Begriffe der Fotografie) werden alle Fotoaufnahmen in Abbildungsmaßstäbe unterteilt. Ein Abbildungsmaßstab von 1:10 bis 10:1 wird als Nahfotografie bezeichnet, eine Makrofotografie gibt es nicht. Ich trenne allerdings die Nah- und Makrofotografie, so bezeichne ich einen Abbildungsmaßstab von 1:1 bis 10:1 als Makrofotografie. Das Größenverhältnis zwischen Objekt zu seiner fotografischen Abbildung auf dem Mikrochip wird als Abbildungsmaßstab bezeichnet. Bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 wird das Objekt in natürlicher Größe gezeigt. Bei einem Abbildungsmaßstab von 10:1 wird das Objekt in zehnfacher Vergrößerung gezeigt.
Makrobilder bringen einige Neuanfänger zum verzweifeln, da sich das fotografierte Objekt, nur minimal auf dem entstandenen Bild scharf abbildet. Mit einem Makroobjektiv an der Dslr versuchen Sie erst gar nicht Bilder im Motivprogramm/Automatikprogramm mit der Blume = Makroautomatik, zu fotografieren. Alle Makrobilder werden Sie enttäuschen. Wechseln Sie in das Kreativprogramm zu AV = Zeitautomatik. Nur hier erhalten Sie echte Makrobilder mit kontrollierter Objektschärfe. Das Geheimnis der Schärfe (Tiefenschärfe, Schärfentiefe) liegt in der Wahl der eingestellten Blende. In der Nah- und Makrofotografie sind große Blenden (kleine Blendenzahl z.B. F3.5) ein Manko, wenn man ein größeres Objekt vollständig scharf abbilden möchte. Dabei muss das Objekt nicht einmal groß in einem gewisse Sinne sein, denn die Schärfe beträgt nur geringe Millimeter bis Zentimeter. Um Objekte vollständig scharf abzubilden, sollte man, wenn vorhanden, den Abblendknopf zur Hilfe nehmen, um die Tiefenschärfe zu kontrollieren. Sollte diese Möglichkeit nicht gegeben sein, empfehle ich eine Mindestblendenzahl von 8.0, wobei dies schon, je nach Abstand zum Objekt, eine sehr geringe Tiefenschärfe mit sich bringen kann. Experimentieren Sie für Ihre ersten Makrobilder mit Still-Objekten (Früchte, Uhren, Handys....). Ein Stativ ist hierbei Pflicht. Die automatische Zeitauslösung (30 Sekunden) kann einen Fernauslöser ersetzen. Durch den Fernauslöser wird die Kamera nicht berührt, welches eine weitere Gefahr der Verwacklung mit sich bringt. Nach drei Aufnahmen mit Blende F8.0, F16.0 und F22.0 können Sie sich ihre Ergebnisse ansehen. Je höher die Blendenzahl (kleine Blendenöffnung), je schärfer wird das Objekt durchzeichnet und je länger muss das Objekt belichtet werden. Es ist möglich, dass große Blendenzahlen nicht eingestellt werden können, oder die Kamera nicht auslösen möchte. Das Geheimnis liegt in der Belichtungszeit. Entweder versuchen Sie mit zusätzlichen Strahlern das Objekt auszuleuchten oder erhöhen den ISO/ASA Wert, welcher allerdings, je nach eingestelltem ISO-Wert, erhöhtes Bildrauschen zu Folge hat. Bei Makroaufnahmen ohne Stativ und Fernauslöser müssen Sie immer ein Auge auf die Verschlusszeit (Belichtungszeit) haben.
Unsere Kreativität entscheidet über Schärfe und Unschärfe im Makrobild. Störende Details kann der Makrofotograf durch die Schärfeverteilung im Bild geschickt ausblenden.
Diese Webseite beschäftigt sich mit der Digitalfotografie. Alle Bilder, die Sie hier sehen können, sind mit einer digitalen Spiegelreflexkamera fotografiert und teilweise digital bearbeitet. Sehen Sie in der Fotogalerie weitere >Makrobilder<. |
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