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Fotobericht am 07.01.2008 - Diebstahl von Weihnachtsdekos in 74743 Seckach (BW).

 
 

 

 

DER FINNISCHE HANDYHERSTELLER WIRD ZUR KASSE GEBETEN

Wieder einmal ist der finnische Handykonzern in den Medien präsent. Diesmal wird das Unternehmen, welches 2007 einen geschätzten Jahresgewinn von 7,2 (Sieben Komma Zwei) Milliarden Euro machte, zur Kasse gebeten. Durch die Nichteinhaltung der Bedingungen, die an die Subventionen geknüpft waren, fordert das Land Nordrhein Westfalen (Wirtschaftsministerium, NRW-Bank) 41 Millionen Euro Fördergelder plus 18 Millionen Euro Zinsen (insgesamt 59 Millionen Euro) zurück. Sollte der profitabelste Mobiltelefonhersteller mit derzeit 40 (vierzig) Prozent Marktanteil bis zum 31. März die geforderte Summe nicht zurück zahlen, wird die NRW-Bank rechtliche Schritte gegen den Nokia-Konzern einleiten. Nokia-Sprecherin Kristina Bohlmann wies die Forderungen des Landes zurück mit der Begründung, dass Nokia sich korrekt verhalten habe und die Auflagen erfüllt hätte. Wird es zu einem Rechtsstreit kommen, werden wahrscheinlich Millionen Deutsche auf das Gerichtsurteil gespannt sein.

 

NOKIA - ABLENKUNGSMANÖVER MIT WERBUNG?

Der Nokia-Konzern muss wohl auf die schlechte Schlagzeilen und den enormen Imageverlust reagieren und lässt mit verstärkter Handy-Extremwerbung die Werbeplätze im deutschen Fernsehen glühen. Schon schade, dass deutsche Fernsehsender so arm sind, dass sie von dem noch ärmeren Nokia-Konzern, der das Werk in Bochum schließen muss, noch Geld für Werbung verlangen. Ablenkungsmanöver mit Werbung? Nokia ist nicht das Nonplusultra, auch andere Handyanbieter, die nicht Millionen vom deutschen Staat abkassierten, haben schicke und konkurrenzstarke Mobiltelefone. Zu erwähnen wäre das Qbowl und die SGH-Serie von Samsung oder das W960i und P990i von Sony-Ericsson. Leider schlafen die Handy-Konkurrenten im Moment etwas. Normalerweise sollte im gleichem Atemzug eine Gegenwerbung von anderen Mobiltelefonherstellern erfolgen, damit der Kunde nicht auf ein Produkt fixiert (manipuliert?) wird. Wer ein neues Handy in nächster Zeit kauft, sollte sich die Konkurrenzprodukte ganz genau anschauen. Viel Spaß beim Handykauf und möge ihr Arbeitsplatz gesichert sein!

 

NOKIA SKANDAL - WERKSSCHLIESSUNG IN BOCHUM

Alternative zu Nokia

Das Werk in Bochum von Nokia schreibt positive (schwarze) Zahlen und bis Weihnachten 2007 ordnete man den Mitarbeitern des Nokia-Werks sogar noch Überstunden und zusätzliche Schichten an, da man so stark ausgelastet war. Nokia macht pro Quartal Milliardengewinne und schließt trotzdem das Bochumer Produktionswerk. Nokia kassierte vom Land Nordrhein-Westfalen von 1991 bis 1995 an die 60 Millionen Euro Subventionen und dazu nochmals zirka 28 Millionen Euro vom Bund. Insgesamt sind dies zirka 88 Millionen Euro die Nokia einkassierte und sie schämen sich nicht das Werk in Bochum zu schließen und zirka 2800 Arbeiter in die Arbeitslosigkeit zu schicken. Die absolute Frechheit ist die Begründung für die Schließung des Werkes von Nokia-Aufsichtsrat-Vorsitzender Veli Sundbäck - Die Produktionskosten in Deutschland sind zu hoch und von den Gewinnen und Zuschüssen keine Worte. Die Kosten müssen gesenkt werden und die Flexibilität gesteigert.

Das finnische Unternehmen schließt bis Mitte 2008 das Werk in Bochum und verlagert die Handyproduktion nach Rumänien. Politiker und weitere Großdemonstrationen werden an der Werksschließung letztendlich auch nichts mehr ändern, das Einzige was sie ändern können ist eine Überlegung welche Verknüpfungen sie stellen, wenn sie wieder einmal Millionen von Subventionen einem Räuberkonzern in den Rachen werfen.

Nokia ist in aller Munde und momentan kauft kaum noch jemand ein Nokia-Handy in Deutschland, denn mit Nokia ist man Out und nicht gerne gesehen. Die Devise ist letztendlich: Geht nach Rumänien und verkauft dort Eure Nokia-Handys! An alle in Deutschland: Kauft keine Nokia-Handys mehr – auch nicht wenn ein wenig Gras nach drei oder sechs Monaten über die Schweinerei gewachsen ist, denn es hätte auch Dein Arbeitsplatz sein können. Der Nokia-Konzern soll spüren, wie es ist wenn man Deutschland hintergeht, Millionen abkassiert und sich dann in ein Billigproduktionsland verdrückt.

Leider ist Nokia nicht der einzige Konzern, der mit solchen Mitteln durchkommt und sich über Deutschland totlacht. Unsere Politiker müssen aufwachen und nicht immer nur stundenlange und sinnlose Diskussionen führen, sondern solchen Millionen-Missbrauch durch Subventionen unterbinden. Allerdings müssten dabei alle einmal in die gleiche Richtung schwimmen.

22.01.2008 / 02.02.2008 / 12.03.2008 Muehlstein