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Die deutsche Spargelzeit.

Die Spargelzeit startet immer
unterschiedlich und wer saftigen und nicht holzigen Spargel kaufen und
genießen möchte, der wartet bis der Spargel die ersten kräftigen
Sonnenstrahlen abbekommen hat. Im hessischen Land sprießt der Spargel
schneller, als mancher denkt. Schon Mitte bis Ende April kann man mit
deutschem Spargel rechnen. Guter Spargel sollte im Saft stehen, das
bedeutet, wenn man mit dem Fingernagel den Spargel anritzt sollte der
Spargelsaft fließen.
Wer bis jetzt noch keinen frischen Spargel hatte,
sollte schnell zuschlagen, denn die Spargelernte geht langsam zu Ende.
Offiziell ist am 24. Juni die Spargelsaison vorbei und wer bis dahin sich
nicht etwas Vorrat für die Tiefkühltruhe angeschafft hat, wird im Herbst
nicht in den Genuss eines Spargelmenüs kommen. Laut Hörensagen sollte der
Spargel nicht länger als drei Monate eingefroren sein, denn nach den drei Monaten Tiefkühlzeit würde der Spargel seine Geschmacksstoffe verlieren. Es
gibt verschiedene Spargelklassen, wie Spargel erste Wahl, zweite Wahl,
dritte Wahl, Spargelbruch und Spargelköpfe. Dabei unterscheiden sich die
Spargel nicht nur im Geschmack, sondern auch von der Größe, Beschaffenheit
und des Spargelkopfes. Der erste Wahl Spargel ist formschön, muss eine
bestimmte Länge von einundzwanzig Zentimeter besitzen, er ist gerade und hat
geschlossene Köpfe und er ist komplett weiß, bis hin zum Kopf. Die anderen
Klassen sind nicht gerade
gewachsen, die dicke variiert, die Spargelköpfe sind lila oder der Spargel
ist gebrochen (Spargelbruch), was dem Geschmack des Spargels allerdings
nicht schadet. Spargel kann man als Spargelröllchen essen, dabei wird der
Spargel in eine Scheibe Schinken eingerollt, oder man richtet den Spargel im
Menü mit
Sauce Hollandaise an.
Der Spargel sollte mit einem Spargelschäler gut
geschält werden, sonst schmeckt er holzig und zäh. Der Spargel wird nun im
ganzen gekocht. Wenn man möchte kann man ihn in 2-3 Zentimeter kleine
Stücke, der Länge nach schneiden. Den Spargel oder die Spargelstücke gibt
man in einen Topf mit sehr wenig Wasser. Bei zwei bis drei Kilogramm Spargel
sollte dieser höchstens bis zur Hälfte im Wasser liegen. Nun gibt man bei
2-3 kg Spargel zirka 1-2 Esslöffel Zucker, den Saft einer halben ausgepressten
Zitrone, eine Prise Salz und einen Klecks Butter hinzu. Je nach Geschmack
und Vorliebe kann man variieren,
wobei einige Spargelköche gar keinen Zucker verwenden. Der Zucker nimmt
allerdings dem Spargel den bitteren Geschmack und so schmeckt auch der
Spargel, welcher nicht so reichlich Sonne bekommen hat. Es gibt spezielle
Spargeltöpfe, in diesen werden die empfindlichen Spargelköpfe geschont
gekocht. In einem normalen Kochtopf kann man die Spargelstücke vorerst ohne
die Köpfe zubereiten. Nachdem der Spargel fünf Minuten gekocht hat "das
Wasser sprudelt beim Kochen" gibt man die Spargelköpfe hinzu. Nach weiteren
zehn Minuten sollte der Spargel nun servierfertig sein. Die Gesamtkochzeit
beträgt Fünfzehn Minuten kann aber auch verlängert werden, wobei nach
dreißig Minuten der Spargel zerfällt und nicht mehr bissfest ist.

Die Spargelbilder wurden mit einer digitalen
Spiegelreflexkamera fotografiert.
M. Muehlstein |