Przewalski Wildpferde fotografiert von Andrea Knoblich
Während der letzten Eiszeit vor zirka 12.000
Jahren kamen Wildpferde in den kalten Steppen von Spanien über Mitteleuropa
bis Ostasien vor. Nach und Nach starb das Wildpferd in Europa aus, bis um
1200 n. Chr. nur noch in Zentralasien wilde Pferde lebten. Als 1878 der russische
Major Michailovitsch Przewalski auf seinen Forschungsreisen in Zentralasien
Wildpferde entdeckte, war auch dort das Verbreitungsgebiet stark eingeschränkt.
Nach ihrem Entdecker wurde diese Unterart des Wildpferdes Przewalski-Pferd genannt.
Seit 1970 gelten die Przewalski-Wildpferde in freier Wildbahn als ausgestorben. Nur
noch 13 Wildtiere überlebten in Zoos und sind durch gezielte Zucht 'neue Urväter und
Urmütter' von weltweit rund 1600 Nachkommen. Dadurch konnte der Bestand der Pferdeart
gesichert werden. China, die Mongolei und Kasachstan ermöglichen seit einigen Jahren
eine Wiederansiedlung der Urwildpferde in ihrem Heimatgebiet. Durch die naturnahen
Haltungsbedingungen im Naturschutzgebiet Tennenloher Forst werden die Pferde auf ein
Leben in freier Wildbahn vorbereitet. Die Przewalski-Pferde sind mit der kargen Nahrung,
die auf sandigem Boden wächst, das ganze Jahr über zufrieden. Ihnen genügt als
Unterstand eine Baumgruppe, die den Urpferden Schatten spendet und vor rauher Witterung
schützt. Wichtig ist allerdings eine ganzjährige Wasserversorgung.