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MÖWEN - LARIDAE
Lachmöwen - Larus Ridibundus
<<BILDERGALERIE>> <<INHALTSVERZEICHNIS>>
Möwen, manchmal auch als Möven bezeichnet, gehören zur Vogelfamilie der Gruppe
der Regenpfeiferartigen. Es gibt über 50 Möwenarten in etwa sechs Gattungen, wobei die Lachmöwe zur Ordnung der Wat- und Möwenvögel gehört. Möwen kann man auf der ganzen Welt entdecken, sie fehlen
allerdings in vielen tropischen Regionen. Die kleine Lachmöwe, wohl eine der bekanntesten Küstenvögel mit dem dunklen Kopf, ist im gesamten nördlichen Eurasien beheimatet und auch im Wattenmeer ist sie einer der
am häufigsten vorkommenden Brutvögel, wobei sich die Population enorm vervielfacht hat. Der ehemalige Küstenvogel ist nicht nur mehr in jedem Hafen und vielen Stränden anzutreffen, sondern auch auf Märkten, Äckern,
Wiesen, Müllkippen und in Feuchtgebieten wie kleinen Seen, Teichen, Flüssen und Sümpfen. In der kalten Jahreszeit sammeln sich die Möwen um in V-Formation in wärmere Regionen zu fliegen, doch etwa 40.000 bis
50.000 Lachmöwen verbringen in Deutschland den Winter.
Die Lachmöwe erreicht eine Größe von zirka 35 bis 45 Zentimeter bei einem
Körpergewicht von etwa 200 bis 400 Gramm und einer Flügelspannweite von einem Meter. Die größte Möwe ist im Vergleich zur Lachmöwe knapp Adlergroß mit zirka 85 Zentimeter Körperlänge, einem Gewicht von 2
Kilogramm und einer Flügelspannweite von 1,70 Meter. Die schnellste Möwe erreicht eine Fluggeschwindigkeit von bis zu 110 km/h. Möwen gelten nicht nur als gewandte Flugkünstler, sie sind auch bei starkem Wind
hervorragende Segelflieger. Das besondere Merkmal der Lachmöwe ist ihr schokoladenbrauner Kopf in den Sommermonaten. Der Schnabel sowie die Beine haben eine dunkelrote Farbe und das Federkleid ist weiß gefiedert,
dabei ist die Flügeloberseite hellgrau mit schwarzen Spitzen. Die meisten Jungvögel sind bräunlich gefärbt und bekommen erst in zwei bis vier Jahren ihre volle Farbe. Viele Möwenarten besitzen unterschiedliche
Brut- und Ruhekleider, so verliert auch die Lachmöwe von August bis März ihre dunkle Gesichtsmaske und ist dann an dem schwarzen Ohrenfleck hinter dem Auge zu erkennen. Das Aussehen ist zwischen den Geschlechtern
identisch. Die männliche Möwe ist etwas größer als die Weibliche.
Die
meisten Möwen sind Allesfresser, wobei die tierische Nahrung, wie Fische, Krebstiere, Libellen, Schnecken, Würmer und Pflanzen im Vordergrund steht, aber auch vor Abfällen sowie Aas wird nicht Halt
gemacht. Wenn Möwen nach Nahrung tauchen, sind der Kopf und ein Teil des Körpers unter Wasser. Gelegentlich verspeisen sie auch kleine Nagetiere wie Mäuse. Die großen Möwen erbeuten sogar Vögel bis zur Größe von
Enten. Fischabfälle von Fischtrawlern sowie der Beuteraub von anderen Vögeln sind die wichtigsten Futterquellen. Bei zu geringem Nahrungsangebot wurde beobachtet wie Möwen sogar ihre Artgenossen
verspeisten. Lachmöwen werden nach zwei Jahren geschlechtsreif und paaren sich. Meist in Kolonien mit Seeschwalben in Nähe von Gewässern oder auf altem Schilf brüten sie in einem aus Blättern, Pflanzenteilen
und Federn angelegtem Nest, zwischen April und Juli, etwa zwei bis drei olivbraune Eier. Bei der Bodenbrut, die zwischen 22 und 25 Tage beträgt, beteiligen sich beide Elternteile, dabei werden die Eier auf das
Energischste, auch gegen Menschen, verteidigt. Die frisch geschlüpften Küken, die von Beginn an schwimmen und laufen können, bleiben in ihrer Brutstätte und werden bis zum Flügge werden von beiden Elternteilen
gefüttert. Nach vier bis sechs Wochen verlassen die Möwenjungen das Nest. In den kommenden Jahren verändert sich das Aussehen des Federkleids der Jungvögel und ist im zweiten Jahr vollständig
ausgeprägt. Das höchste Alter der Tiere liegt zwischen 25 und 30 Jahren. Möwenschreie sind ziemlich
laut und durch ihre Geselligkeit werden die Schreie noch verstärkt, da sie meist von mehreren gleichzeitig abgegeben werden. Lachmöwen kamen zu ihrem Namen, da sie überwiegend in flachen Binnengewässern brüten =
lachen.

Weitere Möwen in einer Bildergalerie |
 Lachmöwe. |

Möwe mit ausgebreiteten Flügeln. | <NACH OBEN> | |